Die Kesura AG verbindet visionäre Architektur mit nachhaltiger Baukunst – vom filigranen Holzbau bis zum verdichteten Wohnen. Ein Blick auf Projekte, die Geschichte erzählen.
Es gibt Momente, da liegt die Zukunft eines Hauses in einer einzigen Holzverbindung oder im präzisen Spiel von Licht und Schatten unter einem neuen Dachvorsprung. Die Kesura AG versteht diese Sprache des Bauens. Das Büro mit Sitz in Zürich lebt von der Spannung zwischen luftiger Vision und handfester, nachhaltiger Konstruktion. Wer durch ihre Projekte streift – von der filigranen Holzbalkenleuchte «Beam Beam» bis zum verdichteten Reihenhaus –, spürt eine tiefe Überzeugung: Jeder Bau ist mehr als die Summe seiner Teile, er ist ein Versprechen an die Zukunft.

© Alexandre Kapellos
Gegründet auf Jahre der Erfahrung, vereint das Team um Emanuel Ullmann, Katerina Chelioudaki Vardi und Renáta Ferencz architektonisches Wissen mit einer fast handwerklichen Disziplin. Die Kesura AG plant Bauprojekte von der ersten Idee bis zur Schlüsselübergabe – ein Prozess, der nicht nur technisches Können, sondern vor allem eine sensible Haltung zum Bestehenden erfordert. Ob es die Aufstockung eines Einfamilienhauses von 1946 mit vorfabrizierten Holzelementen ist, die in nur zwei Monaten montiert wird, oder die komplexe Sanierung eines Wohnhauses am Zürichberg: Stets geht es darum, das Alte zu ehren, ohne das Neue zu überladen.

© Alexandre Kapellos
Effizienz, die man spürt: Das Angebot und die Handschrift
Das Portfolio der Kesura AG liest sich wie ein Kompendium des zeitgenössischen, zukunftsgerichteten Wohnens. Die Projekte – von der Überbauung «Baumschulpark» in Basadingen bis zu den «Reihenhäusern Blumetshalde» in Dättlikon – zeigen eine klare Linie: kompakte Volumen, durchdachte Grundrisse und eine Ästhetik, die von innen nach aussen wirkt. Die sechs Reihenhäuser am Südhang des Irchels sind ein leuchtendes Beispiel. Auf erstaunlich kleiner Fläche realisieren sie die Funktionen eines typischen Schweizer Einfamilienhauses. Die Architekten nutzen jeden Quadratmeter mit Präzision, sodass die Räume subjektiv viel grösser wirken. Gleichzeitig wird der Wärmeenergieverbrauch minimiert – ein Gewinn für das ökologische Gewissen. Hier zeigt sich die besondere Handschrift des Büros: Materialien von ausgesuchter Qualität, durch und durch langlebig, machen jedes Haus zu einem nachhaltigen Statement.

© Alexandre Kapellos
Konzepte, die Bestand haben
Doch Kesura denkt nicht nur in Häusern, sondern auch in Räumen für die Gemeinschaft. Der städtische Kindergarten an der Eichstrasse oder das Stadthaus «Haus Eich» mit seinen 16 Wohnungen beweisen, dass sich öffentliche und private Nutzung auf hohem Niveau verbinden lassen. Die Teilnahme an Wettbewerben – wie der Erweiterung der Schulanlage Entlisberg oder der Erneuerung des Kunstmuseums Thurgau in der Kartause Ittingen – zeigt zudem die intellektuelle Neugier des Teams. Es sind Projekte, die den Dialog mit der Umgebung suchen und die Baukultur der Schweiz bereichern.
Ob ein Film im Zeitraffer den Entstehungsprozess dokumentiert oder die Dachzinne barrierefrei zugänglich wird – Kesura bleibt stets auf der Höhe des Machbaren, ohne den Respekt vor dem Handwerk zu verlieren. Dieses Büro baut nicht einfach; es schafft Orte, die Geschichten erzählen. Und diese Geschichten laden dazu ein, weitergelesen zu werden.
Schlagwörter
Architektur und Immobilien



